!!! nicht überarbeitet und Fortsetzung folgt!!!
Meine kleine Wolga M 21 Geschichte
1. Vorgeschichte
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Es war einmal vor langer Zeit im sozialistischen Teil von Deutschland ein kleiner Junge. Dieser kleine Junge war ich und ich wuchs in der Nähe von Merseburg auf. Genauer gesagt im Kohlenstaub erstickenden Braunsbedra (Geiseltal) im Landkreis Merseburg - Bezirk Halle/Saale. Merseburg war damals eine kleine sozialistische Stadt mit ca. 60 000 Einwohner und ungefähr noch mal so vielen Offizieren der Sowjetarmee mit ihren Angehörigen.
Meinen Eltern hat dieser Schmutz nicht gefallen und daher verreisten wir öfters. Nach einer solchen Reise hatte es sich einmal ergeben mit den Taxi zu fahren. Dieses Taxi war natürlich ein schwarzer Wolga der Verkehrsbetriebe Leipzig.
Saporoschez ZAZ 968 (1973) von meinen ElternBisher kannte ich nur den super gepflegten ZAZ von meinen Eltern. Dieser war aber überhaupt nicht mit diesen Taxi - Wolga zu vergleichen. Von der Pflege war der Saporoschez natürlich bei weiten besser aber hatte dieser nicht soviel Platz. Auch konnte man beim Wolga hinten einsteigen, jeder Fahrgast hatte also seine eigene Tür. Unser ganzes Gepäck fand im Kofferraum vom Wolga platz. Man mußte beim Wolga die Koffer nicht auf das Dach legen. So kannte ich es bisher immer (siehe Dachgepäckträger auf Bild) vom Auto meiner Eltern. Dieser Wolga war eine totale neue Erfahrung für mich.
So ein Wolga war kein seltener Wagen im Strassenbild der DDR, jedenfalls nicht in den Städten. Die meisten Wolgas fuhren selbstverständlich als Taxis oder als Betriebswagen für Funktionäre. So wie es im "Westen" hieß: „willst du ein Mercedes fahren, dann ruf dir ein Taxi" so hätte es im Osten heißen können „willst du Wolga fahren, dann ruf dir ein Taxi".Der gesellschaftliche Status eines
Wolga Fahrer war dem des Mercedesfahrer ähnlich. Die meisten wurden als Bonzen oder ähnliches gesehen. Hat mal jemand ein alten Wolga erstanden so bekam auch der Arbeiter den Status etwas besseres zu sein oder geerbt zu haben. Es gibt also sehr viele parallelen Zwischen Wolgafahrer und Mercedesfahrer. Dennoch traut sich kaum jemand auszusprechen das der Wolgafahrer der Mercedesfahrer des Ostens war. Es traut sich niemand den Wolga und den Mercedes zu vergleichen. Dies kann man nämlich auch nicht. Denn ein Wolga ist bei weiten kein Mercedes. Er ist bei weiten auch kein Ford obwohl er aus diesem entstand. Der Wolga hat im Ostblock nur den Status eines Mercedes aber ist bei weiten kein solcher gewesen.
Nun aber zurück zu meiner Geschichte.
Meine Eltern haben Ihren Wagen nun 12 Jahre gefahren, sie waren auf der Warte- liste für Neuwagen ganz weit nach oben gekommen und hatten nun die Möglichkeit sich ein Neuwagen zu kaufen. Die Ent- scheidung war schnell gefallen. Auf ein Lada hätten sie noch einige Jahre warten müssen, Skoda wollte keine Autos mehr in die DDR exportieren, Dacia war nur am rosten und Wartburg hat gerade den 1,3 auf den Ostmarkt gebracht nur dieser war mit über 30 000 Ostmark mein Eltern viel zu teuer. Nach dem Ausschlußverfahren blieb dann natürlich nur noch der Trabant übrig. Somit war der Wolga überhaupt kein Thema gewurden.Der Traum jemals noch einmal Wolga zu fahren wurde immer blasser und drohte zu verschwinden.
Als ich meinen Mopedführerschein Anfang 1989 machen durfte tat sich ein Licht auf. Die Fahrschule meines Vertrauen hat ein neues altes Fahrschulauto bekommen. Es war ein Wolga M 24 welcher der Fahrschule zur Verfügung gestellt wurde weil dessen alter Mossi irgendwie total hinüber war. Ich sah meine Chancen als sehr hoch, mein Führerschein auf diesen Wolga machen zu können. Eine Fahrschule welche mit Wolga ausbildet. Das war ganz selten. das gab es evtl. in Berlin aber doch nicht im Chemiedreieck. Hier waren Trabant, Wartburg und Mossi üblich. Mit ein Wolga Fahrschule machen das wäre der absolute Hit. Ich war jedoch viel zu naiv um dies zu glauben. Die Fahrschule hat natürlich den Wolga bekommen damit jemand diesen von der Fahrschule abkaufen kann. Die Fahrschule bekam natürlich ein anderes Auto als neues Fahrschulauto.
2. Zeitalter Führerschein
Jedenfalls kam dann alles wie es kommen mußte und das schneller als gedacht. Der Osten brach zusammen die DDR hat sich im nichts aufgelöst und die Zeit ging schnell und hektisch an einem vorbei, so schnell das meine Eltern Weihnachten 1989 fast verpaßt hätten. So war ich schneller als ich dachte fast 18 und machte meinen Führerschein erst auf einen Golf II und dann auf einen Opel Vectra 1,6i. Ein Fahrschultrabant stand noch auf dem Hof der Fahrschule aber sehen wollte ihn kaum noch jemand. Auch der Wolga geriet in Vergessenheit und wurde nur noch belächelt. Anfang der 90iger Jahre verschwanden sie alle sehr schnell vom Strassenbild. Der Trabant meiner Eltern ging in meinem Besitz über. Ich gestaltete ihn etwas sportlicher in dem Maß wie es meine Finanzen zugelassen haben und was durch die Bauart überhaupt ohne größeren Aufwand möglich

war. So wie die DDR und der Ostblock sein jähes Ende nahm, nahm auch das letzte noch vorhandene Relikt meiner sozialistischen Kindheit ebenfalls ein jähes Ende. Der Trabant 601 S deluxe papyrusweiß mit austellbaren Heckfenstern, Kunstlederaustattung, Softlenkrad, UKW Radio und Radialreifen als Sonder- ausstattung hat sich mehrmals umschlagen und mußte dann sein letzten weg gehen. Natürlich habe ich als gelernter Bürger der DDR alle wichtigen Bauteile vor der Verschrottung ausgebaut. Dies waren zum Beispiel die Außenspiegel, der Motor, die Frontscheibe, die verchromten Stoßstangen div. Schalter die

Gummimatten, Nebelscheinwerfer und natürlich die Schonbezüge und selbst- verständlich die Radialreifen welche mittlerweile Barumreifen waren. Einiges davon lagert noch in meiner Garage. Einige Bauteile fanden an meinem neuen Trabant Verwendung. Das ich mir wieder einen Trabant zugelegt hatte lag zum einem an meinem schmalen Geldbeutel und zum anderen an meiner pragmatischen Lebenseinstellung. Ich habe bei Zeiten festgestellt das man um so weniger an den Autos selbst reparieren kann um so neuer sie sind. Da ich an Ersatzteile vom Trabant kein Mangel hatte, lag es auf der Hand mir wieder ein Trabant zu zulegen.
3. Der Sozialismus wird verlassen
noch nicht überarbeitet und Fortsetzung folgt!!!
Meine kleine Wolgabildergeschichte
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